Demenz in der Sprachtherapie: Demenzformen, Differentialdiagnostik, evidenzbasierte Therapie
Demenz ist eine erworbene neurokognitive Beeinträchtigung mit möglichen Defiziten in komplexer Aufmerksamkeit, exekutiven Funktionen, Lernen und Gedächtnis, perzeptuell-motorischen Fähigkeiten, sozialer Kognition, Verhalten, Selbstständigkeit im Alltag, sowie in der Sprache (DSV-V, APA, 2013). Im klinischen Alltag stellen sich der Therapeutin zunehmend die Fragen, ob eine Demenz vorliegt, wenn ja – welche, ob eine Sprachtherapie sinnvoll ist, und wenn, dann – wie? Insbesondere eine Abgrenzung zur Aphasie gestaltet sich häufig schwierig.
Ziel des Seminars
- ist ein sicherer Umgang mit der teils verwirrenden Terminologie in diesem Bereich, eine Schärfung des Blickes für dementielle vs. aphasische Störungen und
- mehr Sicherheit in Diagnostik und Therapie von Menschen mit Aphasie und/oder Demenz.
Inhalte
- Sprachliche und neuropsychologische Symptome verschiedener Demenzformen
- Diagnostik von Sprachstörungen bei Demenz vs. Aphasie
- Abgrenzung Normales Altern vs. Dementielle Entwicklung
- Evidenzbasierte und diagnosespezifische Therapieansätze bei Demenz und Abgrenzung gegenüber der Therapie bei Aphasie
Zielgruppe
Logopäden, Sprachheilpädagogen, Sprachtherapeuten, Linguisten, Sonderpädagogen, Heilpädagogen und angrenzende Berufsgruppen mit entsprechendem fachlichem Grundwissen.

Dr. Tabea Wuttke, geb. Kühn, absolvierte ihre Ausbildung an der Logopädenlehranstalt am Klinikum der RWTH Aachen. Sie erhielt einen Masterabschluss und den Doktorgrad (PhD) an der University of Newcastle (GB) und schloss mit dem MSc in Human Communication Sciences ab.
Zum Thema ‚Vergleich der verbalen und nonverbalen Bedeutungsverarbeitung bei Alzheimerdemenz, Levy-Body Demenz und flüssigen Aphasien‘ promovierte sie ebenfalls an der University of Newcastle. Seit 2006 arbeitet Tabea Wuttke als Logopädin in der neurologischen Rehabilitation an der Schön Klinik Bad Aibling. Über mehrere Jahre war sie in der theoretischen und klinischen Ausbildung von Logopäden tätig und hält Vorträge und Seminare zum Thema ‚Demenzen in der Sprachtherapie‘ im In- und Ausland. Sie ist Mitglied des Arbeitskreises Demenz des dbl.
