Roter Faden in der Grammatiktherapie!
Finde deinen Weg - Aufbau, Struktur, praktische Umsetzung
Seminarbeschreibung
In der Therapie von Kindern mit grammatischen Störungen beschäftigen uns häufig Fragen wie: „Mit welchem grammatischen Erwerbsziel beginne ich die Therapie und wie sieht der rote Faden aus?".
Dieses Seminar richtet sich an alle, die sich eine Struktur für die Therapie wünschen, bisher an Grenzen gestoßen sind oder neue Anregungen für den praktischen Therapiealltag bei grammatischen Störungen suchen.
Nach einem theoretischen Überblick über die ungestörte und gestörte grammatische Entwicklung, beschäftigen wir uns mit der Bestimmung des grammatischen Erwerbsstandes, sowie daraus abzuleitende Therapieziele und -hierarchien.
Darauf aufbauend wird das Konzept der Kontextoptimierung (Motsch, 2016) ausführlich und praxisnah dargestellt.
Die Therapiebereiche „Verbzweitstellung", „Subjekt-Verb-Kongruenz", „Komplexe Syntax" und „Kasusmarkierungen" werden anhand von Videobeispielen und eigenen Erfahrungswerten detailliert beleuchtet.
Durch eine intensive Auseinandersetzung mit Spielideen sowie der Anregung zur Materialverwendung wird eine Struktur für die
Therapieinhalte entwickelt. Dabei werden die Teilnehmer(innen) auch immer wieder praktisch in den Darstellungsprozess mit einbezogen.
Anhand von Fallbeispielen werden sich die Teilnehmer(innen in Gruppenarbeiten eigenständig mit dem Konzept auseinander setzten, um dadurch eigene Spielideen zur praxisnahen Umsetzung entwickeln zu können. Der hohe Praxisanteil des Seminars soll die Teilnehmer(innen) unmittelbar auf die anstehenden Behandlungen vorbereiten.
Die Teilnehmer(innen) sind dazu eingeladen, Fallbeispiele mitzubringen.
Zielgruppe
Logopäde(innen), Sprachtherapeut(innen), klinische Linguist(innen), Ergotherapeut(innen), Heilpädagoge(innen), Stimmbildner(innen), Sprecherzieher(innen), angrenzende Berufe, Schüler(innen) der aufgeführten Berufsgruppen ab dem zweiten Ausbildungsjahr.

Studium der Pädagogik und Rehabilitation von Sprach-, Kommunikations- und Hörstörungen an der Universität Dortmund. Z. Zt. arbeitet sie in einer logopädischen Praxis in Mülheim an der Ruhr. Zu den therapeutischen Schwerpunkten und Interessen gehören die Themen „Therapie phonologischer Störungen, Therapie grammatischer Störung“. Leitung praxisinterner Fortbildungen, Fallbesprechungen und Supervisionen sowie Referententätigkeiten bei mehreren Fortbildungsinstituten.
